Linienzucht, Inzucht,Inzestzucht

Linienzucht

Es werden Väter- oder Mütterlinien mit besonderen Leistungsmerkmalen gezüchtet. Das heißt, in den Ahnentafeln wiederholen sich einige Elterntiere mehrfach. Durch diese Praktik steigt der Inzuchtkoeffizient.
Das bedeutet, dass eine Linienzucht oftmals mit einer Inzucht gleichzusetzen ist.


Inzucht

Paarung von verwandten Tieren (Gezielte Verpaarung mit näher Verwandten Tieren)


Inzestzucht

Verpaarung von Verwandten ersten Grades (Vater mit Tochter, Mutter mit Sohn, Schwester mit Bruder)


Wozu Linienzucht, Inzucht oder Inzestzucht ?

Ein Züchter möchte immer den "perfekten Hund" züchten. Auf Ausstellungen wird er für seine Hunde durch Titel oder Leistungen honoriert.

Durch Inzucht, Linienzucht oder Inzestzucht können diese Merkmale besonders gefestigt werden.

Beispiel:
Ein bestimmtes Aussehen des Hundes wird gewünscht. Nun entsteht in einem Wurf ein besonders schöner Hund. Um dieses Aussehen genetisch zu festigen, kann ein enger Verwandter (der Vater, die Mutter, der Bruder, die Schwester) als Zuchtpartner gewählt werden.
Diese Vorgehensweise festigt den Phänotyp (das Aussehen) des Hundes.
Problem:
Der Züchter sieht nur den Körper des Hundes, nicht die Gene. Doch durch Inzucht, Linienzucht oder Inzestzucht werden die guten Gene, aber auch die schlechten Gene manifestiert. Und diese schlechten Gene sind das Problem.

Jeder Organismuss hat gute und schlechte Gene. Und durch eine Inzucht, Linienzucht oder Inzestzucht werden beide gestärkt.

Somit ist diese Art zu züchten absolutes "Russisches Roulette" für die einzelne Rasse. Man kann einen wunderschönen, aber schwerkranken Hund züchten. Oder eine Zucht mit genetischen Defekten entstehen lassen, die zu Beginn noch nicht sichtbar ist.

Somit sollte ein Züchter von Inzucht, Linienzucht oder Inzestzucht im Interesse seiner Rasse eher Abstand nehmen.


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