Haplotyp Bestimmung, DLA

Bedeutung DLA für die Zucht

Die DLA-Gene zeigen innerhalb der Tierart Hund eine sehr große Varianz. So sind z.B. beim Hund in der polymorphsten Gruppe, den DLA-II-Genen fast 200 verschiedene Genvarianten bekannt. Bei einzelnen Rassen ist diese Zahl bereits auf unter 20 gesunken.

Hier kann man erkennen, wie weit die Genpopulation im Laufe der Zuchtjahre reduziert wurde. Je weniger Genpole vorhanden sind, desto höher steigen die Gefahren der genetischen Erkrankungen.
Um diesen verminderten Genpol zu erhalten, oder besser zu erweitern setzt man dieses DLA Profil ein.


Jede Rasse besitzt seine spezifischen DLA-Genkombinationen.
Diese spiegeln die Geschichte der Rassen, sowie die Zuchtpraktiken wieder. Durch die Bestimmung der DLA-Gene kann eine Möglichkeit geschaffen werden, die Vielfalt in den Genen zu bestimmen und diese Informationen in der Zucht sinnvoll einzusetzen. Sind die Genkombinationen von Hündin und beispielsweise zwei potentiellen Zuchtpartnern bekannt, können Verpaarungen gezielter geplant werden. Hierfür würde jener Rüde ausgewählt werden, der die größtmöglichen DLA-Unterschiede verglichen mit der Hündin zeigt. In den Nachkommen kann so eine maximale genetische Vielfalt in den DLA-Genen erreicht werden.

Wichtig dabei ist zu erwähnen, dass der Ausschluss von Zuchtrüden in diesem Fall nichts über die „Zuchtqualität“ des Hundes aussagt. Im Vergleich mit einer anderen Hündin wäre dieser vielleicht besser geeignet. Ausschlaggebend ist die Kombination aus beiden Tieren.
Durch die Testung möglichst vieler Zuchttiere, können Zuchtvereine auch erkrankungsrelevante Informationen sammeln. Treten bei Hunden beispielsweise vermehrt Erkrankungen auf die auf DLA-Gene hindeuten, kann durch einen Vergleich mit den gewonnenen DLA-Ergebnissen möglicherweise ein Zusammenhang mit bestimmten Genkombinationen hergestellt werden. Bestehen tatsächlich solch krankheitsverursachende oder begünstigende Kombinationen, können Zuchten zukünftig so geplant werden, dass diese Kombinationen in den Nachkommen möglichst vermieden werden. Dies setzt allerdings voraus, dass viele Informationen über unterschiedliche Zuchttiere vorliegen. Quelle


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