Gesundheitsstandard

Gesundheitsstandard

Bisher wurde der Rassehundezucht ausschließlich der Rassestandard als züchterliches MUSS vorgegeben.

Doch mit dem Gesundheitsstandard, der verbandsneutral ist, rebellieren einige Züchter gegen den züchterischen Raubbau in der Rassehundezucht.

Der Rassestandard rückt an 2. Stelle.
An 1. Stelle steht hier der Gesundheitsstandard!
http://www.gesundheitsstandard.de


Rassestandard

Was bedeutet Rassestandard ?!?
Als Rassestandard oder Zuchtstandard bezeichnet man in der Zucht von Haustieren und Nutztieren die von Zuchtverbänden definierten und festgeschriebenen, charakteristischen Merkmale einer Rasse, die als Zuchtziel angestrebt werden. Der Rassestandard bezieht sich in erster Linie auf den Phänotyp, mittelbar aber auch auf den Genotyp. Sein Ziel ist es, das Aussehen eines idealen Vertreters der dargestellten Rasse zu beschreiben.

Nachteile:
Durch die einseitige Fixierung auf phänotypische Merkmale können bei der Zucht nach den Vorgaben eines Rassestandards gesundheitliche Probleme entstehen, die zum Teil tierschutzrelevant sind. Solche Praktiken werden als Qualzuchten bezeichnet und sind in vielen Ländern gesetzlich verboten. Der Film Pedigree Dogs Exposed behandelt Fälle, in denen im Rassestandard festgelegte anatomische Merkmale den betreffenden Hunden schaden.

Quelle




Die Möglichkeit, "gesunde Rassehunde" zu züchten, bedeutet, von den ursprünglichen Zuchtmethoden Abstand zu nehmen und sich in erster Linie auf die Gesundheit der Hunde zu konzentrieren.




Erfassung der genetischen Problematiken  Jede Hunderasse hat ihre rassespezifischen Problemzonen. Diese müssen von dem jeweiligen Züchter erfasst sein und durch gezielte Zucht gemindert oder bestenfalls ausgeschlossen werden.  
Untersuchungen vor jedem Zuchteinsatz   Beide Elterntiere müssen vor Zuchteinsatz auf die rassespezifischen Erbkrankheiten untersucht werden. 
Kontrolle der Nachzuchten  Der Züchter veranschlagt seinen Verkaufspreis so, dass die wichtigsten Untersuchungen seiner Nachzuchten im Erwachsenenalter bei ihm vor Ort auf seine Kosten vorgenommen werden können.  
Langzeitstudie  Eine Langzeitstudie über die eigene Zucht führen, damit man die Problemzonen der eigenen Rasse erkennt und gezielt dagegen angeht.  
Offener Austausch unter den Züchtern  Nur wenn Züchter untereinander ganz offen über Problematiken in der Zucht sprechen, können sie "miteinander" etwas gegen die Erbkrankheiten unternehmen.  
Vermeidung der Linienzucht, Inzucht und Inzestzucht  Unsere Hunderassen sind durch Linienzucht, Inzucht und Inzestzucht entstanden. Leider wurde durch die Schönheitszucht und dem Rassestandard bei dieser Auslese nicht auf die mitgezüchteten Krankheiten geachtet.
Um diese genetischen Defekte zu vermeiden, sollte auf diese Zuchtmethoden verzichtet werden.  
Gesundheitsorientierte Verpaarungen  Viele Erbgänge sind nicht eindeutig geklärt. Somit wäre es nicht sinnvoll, wenn Merkmalsträger bzw. Anlageträger aus der Zucht ausgeschlossen werden würden. Sinnvoll ist auch hier eine Langzeitstudie der Nachzuchten.

Im Ausland wurde bewiesen, dass sogar bei Verpaarungen zweier Merkmalsträger gesunde Welpen geboren wurden.
Somit wäre es widersinnig, die Population unserer Rassen mit voreiligem Ausschluss der betroffenen Hunde einzuengen.  

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